:: frauen und wissenschaft
“Universitäten waren und sind Orte frei- en Denkens und bedingt auch Orte des freien Handelns. Aber sie sind gleichzeitig Orte von Macht und Herrschaft wie Ohnmacht und des Ausschlusses.“ Wie die Geschichte zeigt, war der Zugang zu Universitäten für Frauen lange nicht möglich. Mit der Frauen- und Geschlechterforschung wurde der Genderdiskurs in die Universitätslehre eingeführt. Diese Konzeption der Genderlehre ruft dazu auf, Gewohntes zu hinterfragen, Machtstrukturen zu beleuchten und aufzubrechen. Es ist an der Zeit, den geschlechtersensiblen Fokus in allen wissenschaftlichen Disziplinen zu verankern und die bestehende männliche Norm zu hinterfragen. Diese Verankerung ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Chancengleichheit auf österreichischen Universitäten. Es gilt, die Zahlen der Frauen in der Wissenschaft durch aktive frauenfördernde Maß- nahmen zu erhöhen. Eine geschlechterkompetente Lehre muss sich an Österreichs Universitäten institutiona- lisieren, um bestehende Machtstrukturen zu erkennen und zu durchbrechen. Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen soll nicht länger eine leere Worthülse bleiben, sondern durch aktive Veränderungen bestehender Herrschaftsverhältnisse eingefordert und umgesetzt werden.
