:: vsstö: diskriminierende studiengebühren abschaffen!
VSStÖ fordert Bundesregierung auf endlich zu handeln
Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) zeigt sich in einer ersten Reaktion auf die im heutigen „Unistandard“ beschriebene Diskriminierung ausländischer Studierender bei den Studiengebühren entsetzt.
Demnach müssen Studierende, die nach völkerrechtlichem Vertrag beim Berufszugang InländerInnen gleichgestellt sind, trotzdem Studiengebühren zahlen, „obwohl die Universitäten eigentlich verpflichtet wären diese Studierenden automatisch von Studiengebühren freizustellen, solange sie in Mindeststudiendauer plus Toleranzsemester studieren. Es ist eine bodenlose Frechheit, dass hier Studierende um ihren Anspruch auf Gerechtigkeit gebracht werden,“ ist Sophie Wollner, Bundesvorsitzende des VSStÖ, erzürnt.
„Die momentane Studiengebührenregelung ist auch in anderen Aspekten unfair. Studierende werden zwar befreit, wenn sie im Jahr 14 Mal über die Geringfügigkeitsgrenze verdienen. Viele Studierende befinden sich aber in prekären Jobs, die eben nur geringfügig bezahlt werden. So werden auch viele arbeitende Studierende zur Kassa gebeten, um nur ein Beispiel zu nennen,“ beschreibt Wollner die Situation.
„Auch viele Fachhochschulstudierende müssen noch jedes Semester zahlen, weil diese sich auf den guten Willen ihres Erhalters verlassen müssen. Die Bundesregierung muss die Studiengebühren an Fachhochschulen bei gelichzeitigem finanziellen Ausgleich erlassen,“ fordert Wollner.
„Bei diesem Gesetz, das schon als verfassungswidrig, systematisch diskriminierend und lückenhaft bezeichnet wird, kann es nur eine Lösung geben. Der VSStÖ fordert die Bundesregierung auf, endlich über ihren eigenen Schatten zu springen und diese unfairen Studiengebühren endgültig abzuschaffen,“ so Wollner.
Rückfragehinweis:
Stefanie Grubich, VSStÖ Pressesprecherin, Tel.: 0676/385 88 13