:: sozialerhebung: studierende brauchen finanzielle entlastung
Die Ergebnisse des Vorberichts der Studierenden-Sozialerhebung, die in der Presse präsentiert wurden, zeigen die katastrophale Lage von Studierenden: Studium und Beruf unter einen zu bringen, gehört zum Alltag. Der Verbans sozialistsicher StudentInnen fordert finanzielle Entalstung für Studierende, denn die meisten der berufstätigen Studierenden arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt leisten zu können.
Die Anzahl an Studierenden, die berufstätig sind, ist seit 2006 von 58 Prozent auf 61 Prozent gestiegen. Dreiviertel der berufstätigen Studierenden begründen ihre Berufstätigkeit damit, dass sie sich ihren Lebensunterhalt überhaupt leisten können müssen.
Die Erhebung beweist dabei zusätzlich, dass vor allem Studierende aus sozial schwächeren Schichten zum Arbeiten gezwungen werden. Die durchschnittliche Stipendienhöhe liegt momentan bei rund 280 Euro. Dass davon niemand leben kann liegt auf der Hand.
Das österreichsiche Stipendiensystem ist löchrig und braucht eine grundlegende Erneuerung. Als erster Schritt wäre eine Erweiterung des BezieherInnenkreises und eine Erhöhung wünschenswert. Langfristig fordert der VSStÖ ein Grundstipendium in der Höhe von 770 Euro für alle Studierenden.
Die aktuelle Pressemeldung findest du hier.
:: tag des gedenkens der opfer des nationalsozialsimus
:: gedenkkundgebung am 27.1. 2010 um 18 uhr am judenplatz in wien
Heuer jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zum 65. Mal.
Am 27. Jänner 1945 befreiten Soldat_innen der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, dessen Name in der Nachkriegsgeschichte zum Synonym des nationalsozialistischen Vernichtungsantisemitismus und dessen Nachwirkungen werden sollte. Ein weitreichender Moment, doch als Tag, an dem mensch sich auf den Holocaust besinnt, will sich das Datum nicht recht einbürgern. Dafür gibt es zumindest einen vernünftigen Grund: Warum, so lässt sich fragen, soll
ausgerechnet in Österreich der Befreiung gedacht werden? Das vermeintliche "Umdenken" der vergangenen 20 Jahre hat kaum zu einer breit getragenen Gedenk- und Erinnerungskultur geführt. "Auschwitz" ist ein gemiedener Begriff, mensch tut sich schwer mit der Feststellung, Nachfolgegeneration einer Täter_innen-Nation zu sein.
Die schlichte Tatsache, dass in Auschwitz weit über eine Million Menschen systematisch ermordet wurden, scheint so unerträglich zu sein, dass sie in Vergleichen und Gleichwertereien immer wieder minimiert und zum Schweigen gebracht werden
muss.
Wir als Nachgeborene können uns nicht an die Gewalt, die Auschwitz für seine Häftlinge, deren Familien und Freund_innen bedeutete, erinnern. Doch wir können ihrer Opfern gedenken. Nicht nur am 27. Jänner: Es bedarf weiterer Gedenk- und Kritikmomente, die Teil des Alltags einer Gesellschaft werden, deren stereotype Verfassung in mancherlei Hinsicht dieselbe geblieben ist, seit Auschwitz befreit wurde.
In der festen Überzeugung, dass eine qualitativ andere Zukunft nur durch die Aneignung der Vergangenheit möglich ist, laden wir euch herzlich ein, euch an der Gedenk- und Befreiungskundgebung am 27. Jänner 2010 zu beteiligen.
Beginn: 18 Uhr Judenplatz, 1010 Wien
:: bundesweite studierendenproteste "die uni brennt"
Am 20. Oktober wurde die Akademie der bildenden Künste besetzt. Seit Donnerstag, den 22. Oktober ist das Audimax an der Uni Wien besetzt. An den Unis Graz, Linz und Innsbruck sind Hörsäle besetzt. Auch in Salzburg protestieren die Studierenden.
Wir Studierende schreien auf: die Studienbedingungen sind katastrophal, die Unis haben kein Geld, es drohen Zugangsbeschränkungen, der Anti-Wissenschaftsminister will Studiengebühren wieder einführen und das Stipendiensystem ist löchrig. Grund genug, für tausende Studierende, sich das nicht mehr gefallen zu lassen und durch verschiedene Protestformen den Sorgen Ausdruck zu verleihen.
Die Großdemonstration am 28. Oktober und der bundesweite Bildungsaktionstag haben gezeigt, dass die Misere des Bildungssystems gesamtgesellschaftlich zu einem Aufschrei führt - ArbeitnehmerInnen, PädagogInnen, Lehrende, SchülerInnen haben sich mit den Studierenden solidarisiert und sind mit auf doe Straße gegangen. Die Proteste gehen weiter. Mittlerweile ist die Protestwelle nach Deutschland und England übergeschwappt.
Jetzt geht es darum, dass Hahn und die Bundesregierung handeln: Wir brauchen ein sinnvolles Konzept für die Unis, ausreichende Hochschulfinanzierung und echte soziale Absicherung. Alle sollen studieren können – und das unbeschränkt!
:: vsstö: studierendenproteste ernst nehmen!
Utl: Die Unis brauchen keine Beschränkungen, sondern mehr Geld
Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) solidarisiert sich mit den StudentInnen, die im Laufe des heutigen Tages die Universität besetzt haben.
„Der Aufschrei der Studierenden verdeutlicht die katastrophale Situation an den Universitäten. Mehrere hundert Studierende demonstrieren für freie Bildung für alle und gegen die untragbaren Pläne des Wissenschaftsministers,“ unterstützt Sophie Wollner, Bundesvorsitzende des VSStÖ die Forderungen.
„Die Regierung muss dieses starke Zeichen anerkennen und endlich handeln: Die Universitäten brauchen keine Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren, sondern Hahn und Pröll sollen endlich mehr Geld für bessere Betreuungsverhältnisse und gute Studienqualität rausrücken,“ fordert Wollner.
:: der wissenschaftsminister will "faire" studiengebühren
Kommentar zu Hahns Forderung nach einem ungerechten Unisystem
Der Wissenschaftsminister war heute in der Pressestunde und hat – mal wieder – „faire Studienbeiträge“ gefordert. Dieser Widerspruch (denn Studiengebühren sind nie fair) ist seine Antwort auf den Uni-“Ansturm“ aufgrund der teilabgeschafften Studiengebühren.
Studiengebühren und Zugangsbeschränkung sind nicht die Lösung sondern das Problem. Wer sich einredet, es gebe faire Studiengebühren, lügt sich selbst in die Tasche – oder versucht das, der Öffentlichkeit vorzugaukeln, um die Unis zu Elite-Stätten zu machen und die einfachste – und falsche Lösung – für die Herausfordeurngen des tertiären Bildungssektors zu finden. Die Angst vor dem Ansturm scheint die richtigen Lösungen zu überblenden; aber: zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.
Ausführlicher ist der Kommentar hier zu lesen.
:: equal pay day 2009
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Am 27. September 2009 ist Equal Pay Day: Das ist jener Tag im Jahr, bis zu dem Frauen und Männer noch gleich viel verdienen. Während Männer wegen ihres höheren Gehalts noch bis zum Jahresende weiter bezahlt werden, arbeiten Frauen die letzten drei Monate gratis. Das bedeutet, dass Männer aufgrund der Einkommensschere bis zum Equal Pay Day durchschnittlich genauso viel verdienen wie Frauen das ganze Jahr.
Der VSStÖ fordert im Bereich der Wissenschaft endlichen sanktionierbare Maßnahmen und schlagkräftige Instrumente, um diese Ungerechtigkeit zu beseitigen. Durch gesetzliche Bestimmungen muss aktive Frauenförderung in allen Betrieben durchgesetzt werden, auch die Wirtschaftförderung soll daran gekoppelt werden.
:: ug-novelle nicht schön reden
Elitenförderung und Zugangsbeschränkungen verhindern
Die Änderung des Universitätsgesetzes sieht Zugangsbeschränkungen in allen Master- und PhD-Studien vor. Für Sophie Wollner, Bundesvorsitzende des VSStÖ, ist das kein Grund für Zufriedenheit: „Während die ÖVP versucht die Novelle als Erfolg für die Universitäten zu verkaufen, wird der offene Hochschulzugang endgültig zu Grabe getragen.“
Die Bildungschancen von Studierenden werden massiv beschnitten. „Beschränkungen in allen weiterführenden Studien sind gerade für Studierende aus bildungsferneren Schichten fatal. Schon jetzt ist die österreichische Bildungslandschaft höchst sozial selektiv. Durch die neue Gesetzesänderung werden Eliten gefördert und alle anderen Studierenden im Regen stehen gelassen“, so Wollner empört.
Der VSStÖ fordert alle Mandatare und Mandatarinnen des Parlaments auf, in den nächsten Tagen im Nationalrat gegen diese Novelle zu stimmen: „Setzen Sie ein Zeichen für gleiche Bildungschancen für alle, und zeigen Minister Hahn, dass Zugangsbeschränkungen kein Erfolg, sondern eine Katastrophe für Studierenden sind.“
:: ug-novelle bringt zugangsbeschränkungen
Der VSStÖ wehrt sich vehement gegen die im Zuge der Novelle des Universitätsgesetzes geplanten Beschränkungen der aufbauenden Studien. Sowohl bei Master- als auch allen Doktorats-Studien sollen künftig 'qualitative Zugangsbedingungen' über das Weiterstudieren entscheiden. Nähere Informationen findest du hier.